60 Jahre Fiat 600 auf der Techno Classica

Viele Menschen zog genau diese wieder nach Essen zur Weltgrößten Oldtimer-Verkaufsmesse – Auch die Fiat 600 Freunde Deutschland waren wieder mit einem Clubstand dort vertreten.

Mit viel Liebe zu kleinen Details, einem gut gedeckten Tisch mit Prossecco und passend gefüllten Präsentkörben wurde gefeiert – 60 Jahre Fiat 600 – das Jubiläum der Vorstellung auf dem Genfer Auto Salon 1955.

Nach zehn Jahren aktivem Mitarbeiten am Stand, hatte ich dieses Jahr eine kleine Auszeit genommen und nur bei den Vorbereitungen zu Hause geholfen. Daher hatte ich auch nur den Sonntag um mit der Kamera über die Messe zu ziehen. Ein paar meiner persönlichen Highlights folgen.

Ein kleiner Rundgang

Der Stand des Herstellers Seat aus Spanien zeigte in Halle 6 drei ganz spezielle Unikate aus seiner Sammlung:
Neben dem Papamóvil – ein Sonderumbau auf Basis des Seat Panda für den Besuch des Papstes 1982 – gab es zwei Fahrzeuge, welche früher einmal zum Transport der Touristen zum beziehungsweise zur Besichtigung des Werksgelände in Barcelona umgebaut wurden.

Den Seat 1400 „Visitas“ von 1954, als einzigartiger Umbau des 99.000 gebauten Seat 1400, mit dem die Besucher zur Produktionsstätte gefahren wurden. Mit Platz für sieben Personen und verschiedenen Details für den Komfort.

Daneben stand der Seat Savio von 1966. Entworfen vom italienischen Designer Pietro Frua, wurde das Fahrzeug für Werksbesuche in der Zona Franca genutzt. Durch den Rundumblick und das gläserne Fahrzeugdach war er dafür bestens geeignet und bot Platz für ebenfalls sieben Personen.

Für 600er Freunde gab es ein weiteres Schätzchen. In Halle 4, wo Citroen 60 Jahre DS feierte, fand er sich: Ein Fiat 600 aus erster Serie. Mit den originalen Schiebefenstern, Blinkern auf dem Kotflügel und der brüchtigten Selbstmörder-Türen. Leider viel zu teuer und (für mich) unerschwinglich.

In Halle 2 zeigte die Adam Opel AG Studien aus den Design-Studio Rüsselsheim. 50 Jahre – vom Experimental GT wurde der Bogen gespannt zum aktuellen Corsa und dem GTC Concept. Der besondere Hingucker: Zwischen dem Serienfahrzug GT und seinem Prototyp stand ein rollbares 1:1 Modell welches beide vereint und somit die einzelnen Veränderung während der Entwicklung deutlich macht. Hier ein paar cm mehr, dort ein paar weniger, die Schnauze weniger spitz, die Augen dafür schön rund, eine kleinere Heckscheibe…

In Halle 6 finden sich neben Volkswagen, die Autostadt, Skoda und Porsche mit Museum. Auch dort gab es wie immer viel zu sehen. Vor allem aber eins: Fliegende Oldtimer!
Über dem Stand der Autostadt Wolfsburg schwebten und drehten sich ein 1950er VW Käfer und ein VW Golf GTI von 1983. Ich gebe zu, ich war so angetan von dieser Darstellung, dass ich keine Erinnerung daran habe, welche Fahrzeuge darunter präsentiert waren.

In Halle 1 war, wie in jedem Jahr, der Hersteller Mercedes zu finden. Im Fokus dieses Jahr: sieben Rennwagen mit dem Stern. Der Messeaufbau verdeutlichte nicht nur Ihre Kennzahlen wie PS und Km/h sondern auch die jeweilige Form der Fahrzeuge mit den Stromlinien. In einem riesigen Rund fand sich der Mercedes-Benz 300 SLR Rennsportwagen mit der Startnummer 722, der vor 60 Jahren mit Stirling Moss nicht nur die Mille Miglia gewann, sondern die schnellste Zeit erreichte, die dort jemals gemessen wurde.

Verdiente Sieger der Clubstandwertung der Techno Classica wurde das 500 Forum mit dem Nachbau eines Tamiya Kasten mit türkisblauem Fiat 500. Neben der übergroßen Verpackung im Hintergrund fehlte nichts um einen Fiat 500 in Originalgröße zu konstruieren: Revell Klebstoff und Farbe, Pinsel, Lupe und natürlich sämtliche Einzelteile zum Herausbrechen. Aber auch das fertige Modell war zu sehen. Herzlichen Glückwunsch!

Und noch ein paar gesammelte Impressionen

Bericht und Fotos: Leoni Pfeiffer

Weitere Bilder unter blog.leonipfeiffer.de