Re: Vorderachse selbst überholen?


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Abgeschickt von Frank am 29 Januar, 2006 um 12:12:01:

Antwort auf: Re: Vorderachse selbst überholen? von Michael Schuster am 20 Januar, 2006 um 08:45:06:

Hallo Michael,
mittlererweile habe ich meine Vorderachse wieder eingebaut. Dabei habe ich reichlich Erfahrung gesammelt:
Du hast vollkommen recht, mit einer normalen Reibahle bekommt man die Buchsen nicht gefluchtet – hab ich dann auch gemerkt, jetzt geht ein Schenkel schwer, der andere ist ok.

Die Deckel habe ich mit der Wölbung nach innen eingebaut. Zunächst den Rand des Achsschenkels sauber ausfeilen, und dann mit einer Schlüsselschraube (die hat etwa die gleiche Wölbung am Kopf) einschlagen. Danach mit einem Körner oder Meißel die Ränder des Schenkels nach innen aufkörnern. Dann Fett rein und an den Stellen, wo es austritt nacharbeiten.
Weil mir der Weg des Fettes zur unteren Buchse doch sehr gewagt vorkommt, habe ich in den unteren Deckel auch einen Schmiernippel eingebaut. Zum Schmieren muss man dann zwar die Schraube der Blattfeder entfernen, aber das erschien mir viel einfacher, als den Schenkel seitlich anzubohren und den Bolzen mit einer weiteren Nut zu schwächen.
Zum Vergleich habe ich ein paar überholte Achsschenkel im Austausch erworben. Hier wurde der obere Schmiernippel seitlich am Achsschenkel angebracht. Das Gummilager für den Dreieckslenker besitzt keine Außennut, sodass der obere Deckel weggelassen werden konnte. unten ist ein Deckel mit einem Gewinde eingebaut worden. Ich habe die Schenkel abgeschmiert und dann zerlegt, die Schmierung ist oben und unten(!) einwandfrei. Diese habe ich jetzt eingebaut, mal sehen wie es um die Haltbarkeit (Güte des verbauten Materials) bestellt ist.
Fazit: Die Überholung der Achsschenkel ist machbar, ist auch eine Arbeit die Spass macht, birgt aber manche Tücke im Detail. Für ein einwandfreies Ergebnis müssen einige Hilfswerkzeuge angefertigt werden. In kurzer Zeit ist das auch nicht zu machen. Daher sind Austauschschenkel vom momentanen Preis-Leistungsverhältnis sicherlich auch eine Alternative ihre Langlebigkeit mal vorausgesetzt (beim Selbermachen nützt die beste Arbeit allerdings auch wenig, wenn der gelieferte Rep-Satz nichts taugt).

Gruß Frank





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