Re: Umbau auf Scheibenbremse


[ Antworten ] [ Ihre Antwort ] [ Forum www.fiat600freunde.de ]

Abgeschickt von Horst Neumann am 27 Dezember, 2009 um 19:45:56

Antwort auf: Re: Umbau auf Scheibenbremse von Klaus Kleber am 27 Dezember, 2009 um 11:26:00:

: : : Suche eine Scheibenbremse(komplett) zum Einbau in einen Fiat 600.Wo bekommt man sowas her?Danke
: : Hallo !
: : Alle Teile gibts z.B. bei Holtmann u. Niedergerke vom 850 .
: : Aber bau auch den Stabi mit an , sonst ist die Vorderblattfeder total überfordert .Dazu mußt Du dann sicher auch den Vorderwagen verstärken ,und Aufhängungen für den Stabi anschweißen .
: : Gruß : Horst

: Hallo Manfred Huemer,
: zunächst einmal richtig, dass es f a s t alle erforderlichen Achs.-und Bremsanlagenteile vom 850-er bei H&N gibt. Der Umbau gestaltet sich damit relativ einfach, wenn alle Teile vorliegen. Lediglich die Durchgangslöcher (2) im Achsschenkelträger müssen um 2 mm aufgebohrt werden, da beim 600-er die Blattfederbolzen entsprechend dicker sind. Achtung, unterschiedliche Schaftlängen beim Coupe/Spider und Limo-Sport/Spezial. Doch woher die Trägerplatten für die Bremszangen nehmen ? Nicht lieferbar. Radnaben nur gebraucht lieferbar. Hauptbremszylinder 600-er, Fehlanzeige nach dem Pascalschen Gesetz. HBZ.- und Radbremszylinderdurchmesser (vo.u.ht.) beim 600-er = 3/4" (19,05 mm), bei der 850-er Bremszange jedoch 48 mm. Woher denn das Bremsvolumen nehmen ? Nicht ohne Grund hat der Multipla einen HBZ von 1" Durchmesser mit Radbremszylindern an der VA mit 1 1/8" Durchmesser. Also evtl. den 2K-HBZ vom Zastava 750 einbauen. Umbau des Bremsflüssigkeitsbehälters dabei nicht vergessen u.v.m.

: Das der 850-er Stabi an der 600-er VA angebaut werden muss, weil die Blattfeder sonst überfordert sein soll, ist technisch betrachtet ein völliger Unsinn. Der Stabi hat überhaupt keinen Einfluss auf das Verhalten der (Scheiben)Bremsanlage und der Blattfeder, da gelenkig verbunden. Grundsätzlich kann man den Stabi einbauen, mit entsprechenden Modifikationen an der Bodengruppe und den Blattfederbügeln. Dann aber auch konsequent den Einbau an der HI-Achse, denn wir wollen doch kein übersteuerndes Fahrverhalten bekommen ?!
:
: Leider verschweigt der Vorschreiber wo denn der Vorderwagen verstärkt werden soll ? Wenn damit die Einschweissbleche am Radhausstehblech wie beim Fiat Abarth 850/1000TC gemeint sind, die hauptsächlich zur Verstärkung der oberen Querlenkeraufnahme dienen, dann sollte man das schon schreiben.

: Zusammengefasst kann man sagen, der Umbau auf eine VA-Scheibenbremsanlage mit Teilen vom 850-er, mit Umrüstung auf 13" Felgen, ist durchaus machbar. Vor den wüsten Umbausätzen aus der Bucht und den Oldi-Märkten kann ich jedoch nur warnen, wie auch vor dem Umbau mit einer Uno-Turbo-Bremsanlage. Klassisch korrekt wäre noch der Umbau mit den Girling-3-Kolben-Bremszangen des Fiat 1500, die es damals von Abarth als Umbaukit gegeben hat. In Verbindung mit den geändert geschmiedeten Achsschenkeln und Radnabenteilen werden diese Teile heute in Gold aufgewogen. Also bleibt nur die Suche nach einem 850-er, die aber auch nicht mehr an jeder Ecke herumstehen.

: Gruss ABARTH-Klaus

Hallo!
Ich seh das mit dem Stabi und der Blattfeder unten etwas anders . Stärkere Bremswirkung = stärkere Verdrehung der Bremsankerplatte . Die Blattfeder wird seitlich auweichen ,(Sie federt leider nicht nur rauf und runter ,sondern in allen Richtungen mehr oder weniger ) Der Radträger verändert seinen Nachlauf , was sicher das Fahrverhalten beeinflusst Der Stabi wirkt dem entgegen und als zusätzlicher Zuganker für den Radträger . Nicht umsonst hat Abarth ja die Vorderachse auf doppelte Querlenker umgebaut . Zusätzlich hat der Stabi natürlich noch die Eigenschaft ,das Übersteuern abzubauen .
Gruß : Horst





Antworten: