Re: Kontaklose Zündung HP70


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Abgeschickt von Klaus Kleber am 24 Januar, 2008 um 15:40:27

Antwort auf: Kontaklose Zündung HP70 von Ingmar am 23 Januar, 2008 um 11:40:56:

: Hallo!
: Da im Motorumfeld an meinem Auto Arbeit ansteht, bin ich auf den Gedanken gekommen, eventuell auf eine kontaktlose Zündung umzubauen. Bei dem Wagen handelt es sich um einen Abarth 1000TC (reiner Rennwagen), der in der Coppa-Mille gefahren wird. Basis des Motors ist ein HP70 -Motor mit PBS Zylinderkopf. Hat jemand Erfahrungen mit einem solchen Zündungsumbau? Ist dies sinnvoll? Bringt der Umbau eventuell etwas mehr Leistung (Sabber!)?
: Vielen Dank im Voraus für Infos,
: Ingmar

Hallo Ingmar,
das du im deinem Renner noch einen kontaktgesteuerten Zündverteiler hast, das überrascht mich jetzt aber sehr. Habe ich das bei meinen Vergasereinstellarbeiten am Nürburgring an deinem Motor übersehen ?! Ich kann mir nicht vorstellen das Speedy und Dieter, die Erbauer deines Renners, den Motor mit einer kontaktgesteuerten Zündanlage in die Welt gesetzt haben sollten ? Schau doch mal, ob nicht so ein weiß ummanteltes, zweiadriges Kabel, vom Verteiler zu deiner Zündbox geht und dort mit einem Plastikstecker eingesteckt ist ? Oder geht etwa von deinem Verteiler nur ein einadriges Kabel zur Zündspule, dort auf Klemme 1 ?
Die kontaktlose Marelli-Transistorzündanlage (TSZ) war Standard beim Autobianchi A-112 Abarth HP70 gewesen.

Um deine weitere Fragen zu beantworten, ein generelles Ja. Die TSZ hat den Vorteil der konstanteren Zündeinstellung, weil hier kein abbrandgestörter U-Kontakt im Laufe der Zeit deinen Schließwinkel, und damit auch den Zündzeitpunkt allmählich verändert, was aber bei der kurzen Lebensdauer dieser Motoren nicht vorkommen kann. Die TSZ hat außerdem eine höhere Zündleistung von bis zu 30 Kv, was mit einer kontaktgesteuerten Zündspule nicht möglich ist, weil die mit 20 Kv am Ende ist. Ferner ist bei hohen Drehzahlen, und wir sprechen hier von > 8.000 n/min (drehst du doch, oder??!!) eine kontaktgesteuerte Zündanlage völlig überfordert. Darum hatten 4-Zylinder-Rennmotoren bei Abarth in den frühen 60-er auch 2 Unterbrecherkontakte im Verteiler (mit 2 Zündspulen) sitzen, um einen größeren Schließwinkel zu bekommen, der höheren Drehzahlen nicht im Wege stand.

Wir können diesen Exkurs in die Kfz.-Technik gerne auf unserem Clubstand der ABARTH-COPPA-MILLE bei der Bremer Classic Motorshow (Halle 7, Historischer Motorsport, 1.-3. Februar)fortsetzen, weil das hier sonst zu lang wird. Ich schicke Dir und Frauke heute noch ein paar Gutscheine für den verbilligten Eintritt zu. Noch jemand im Forum, dann bitte melden.

Mit deiner Fragestellung wärest du besser im Forum bei www.italo-youngtimer.de aufgehoben gewesen, versuche es dort mal.

Gruss Klaus

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