Re: Vorderachse Fiat 600 D


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Abgeschickt von Klaus Kleber am 02 November, 2007 um 22:58:49

Antwort auf: Vorderachse Fiat 600 D von Horst Neumann am 02 November, 2007 um 18:52:15:

: Hallo
: Bin mehr durch Zufall an einen restorationswürdigen Fiat 600 geraten.Beim Ausbau der Vorderachse fiel mir die mutige Lösung auf ,Federung und Radführung einer einzigen Qerblattfeder zu übertragen ,die sicherlich ,spätestens beim Bremsen, überfordert ist.Frage: Gibt es ein Fiat-Model mit besser geführten Rädern durch Stabi oder zusätzlichem Querlenker ? Da Ich gerade kurz vor den anstehenden Schweißarbeiten stehe, könnte Ich eventuelle Änderungen des Vorderwagens jetzt schön mit einfließen lassen.
: Mit freundlichem Gruß
: Ein neuer Fiat600 Freund

Hallo Horst Neumann,
das beim Fiat 600 an der Vorderachse die Federung und Radführung nur der Querblattfeder überlassen worden ist, und wie von Dirk auch noch kolportiert wird, dass die Blattfeder nur in der Mitte über Gummis geführt wird, ist nur die halbe Wahrheit. Der Radträger wird ganz entscheidend auch über den oberen Querlenker geführt und die Blattfeder ist über 2 Haltebügel rechts und links an den beiden Traggestellen mit der Bodengruppe verbunden. Dirk scheint die Federbefestigung mit seinem 850-er zu verwechseln, die dort nur über die Mitte befestigt ist.

Der nachträgliche Einbau eines Panhardstab ist für den Fiat 500/126/600 wirklich zu empfehlen, weil dann die über die Blattfeder aufgenommenen Querkräfte nicht alleine von der obersten Federlage und der Gummieinlage aufgenommen werden muss. Ein weiterer angenehmer Effekt ist dabei, dass der eingestellte Sturz der Vorderräder sich bei Kurvenfahrt nicht andauernd verstellt und schön konstant bleibt.

Der Einbau einer anderen Vorderachskonstruktion, bei der die Blattfeder mit all ihren konstruktiven Nachteilen verschwindet, ist erstmals durch die Fa. ABARTH in 1968 durch die Vorderachse des Fiat Abarth 1000 TCR verwirklicht worden. Hier gibt es eine stabile Vorderachsbrücke als Guss.- oder Schweisskonstruktion, die mit den 4 Schrauben der 2 Federhaltebügel am Traggestell befestigt wurde, und über 2 dort angelenkte Dreieckquerlenker verfügt. Die Federung übernehmen Schraubenfedern, die sich über den Stossdämpfer oben im Radhaus abstützen. Der Innenkotflügel mußte dazu erheblich verstärkt werden, und funktioniert am besten mit nach vorne auf diese Punkte verlängerte Überollfäfigkonstruktion. Solche Vorderachsen werden angeboten von www.vizzamotorsport.de oder www.abarth-motorsport.nl und sind nicht ganz billig. Ich kann diese Konstruktion, bei der die Vorderachse sehr exakt geführt wird aber nur für den Motorsport empfehlen, weil im normalen Straßenverkehr die Karosserie zu schnell weichgeritten wird.

Mit freundlichen Grüßen
ABARTH-Klaus





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